Wir erklären Ihnen die Schuhweiten für Kinder & Erwachsene

LD/ April 4, 2020/ Schuhe/ 0Kommentare

So gut wie jeder kennt seine Schuhgröße. Spätestens, wenn der Schuh aber trotz der richtigen Wahl der gewöhnten Größe immer noch drückt, sollte man sich einmal mit dem Thema Schuhweiten auseinander setzen. Gerade für Kinder ist es wichtig, den passenden Schuh zu wählen, um den sich noch im Wachstum befindenden Fuß bestmöglich zu fördern.

Während die Schuhgröße durch das Messen der Länge des Fußes ermittelt wird, geht es bei der Weite um den Umfang des Ballen. Im Folgenden möchten wir Ihnen erklären, wieso die Schuhweite ein so wichtiger Faktor beim Kauf bequemer Schuhe ist, wie man diesen Wert ermittelt und was für unterschiedliche Typen es gibt.

Was ist die Schuhweite und wieso sollte ich darauf achten?

Vorab eine kurze Auffrischung der Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit Schuhen: Es gibt die bereits bekannte Schuhgröße, die Schuhbreite und schließlich die Schuhweite. All diese Faktoren spielen beim Kauf des perfekt an Sie angepassten Schuhs eine Rolle. Während die Schuhgröße die Fußsohlenlänge, also den Abstand zwischen der Ferse und dem längsten Zeh bemisst, geht es bei der Fußbreite um den größten Abstand vorne am Fuß. Die Fußweite, um die es in diesem Beitrag geht, steht zwar im Zusammenhang mit der Breite, ist aber weder mit ihr gleichzusetzen noch direkt in sie umrechenbar.

Der Knackpunkt dabei ist, dass die Fußform trotz gleicher Breite komplett unterschiedlich ausfallen kann. Das liegt vorrangig am Fußrücken (auch Spann genannt). Dieser kann entweder hoch oder flach sein. Wenn Sie beispielsweise einen schmalen Fuß und gleichzeitig hohen Spann haben, könnte das am Ende dieselbe Schuhbreite ergeben wie bei einem breiten Fuß mit flachem Spann. Was letztendlich jedoch komplett unterschiedliche Voraussetzungen beim Schuhkauf darstellt. Dieses Risiko besteht bei der Fußweite nicht.

Der Grund dahinter, wieso die Schuhweite eine so große Rolle bei der Wahl des richtigen Schuhs spielt ist, dass sich nicht passende Schuhe erstens durch Reibung schneller abnutzen und zweitens Beschwerden und eventuell sogar Fehlstellungen begünstigen oder verursachen können. Die meisten Schuhe auf dem Markt werden bisher leider nur in Standard-Weiten angeboten. Sollte Ihre Fußweite jedoch von der Norm abweichen, ist das auf Dauer nicht die richtige Lösung. Denken Sie an Ihre Gesundheit und investieren Sie lieber in eine gute Passform, als alleine in ein optisch ansprechendes Design.

Wie finde ich meine Schuhweite heraus?

Maßband zum Messen der SchuhweiteDas Stichwort bei der Ermittlung der Schuhweite ist das Ballenmaß und die Höhe des Fußrückens. Ziehen Sie für das Ausmessen zunächst Ihre Schuhe und Socken aus. Die Weite kann anschließend bestimmt werden, indem Sie den Umfang zwischen den Ballen des großen und kleinen Zehs messen. Falls Sie kein Maßband zur Hand haben sollten, genügt auch eine Schnur oder ein Faden, den Sie im Anschluss mit einem Lineal abmessen können. Als Messhilfe dient Ihnen ansonsten ein kostenloser Ratgeber-Artikel, den Vamos bereitstellt.

Am besten bittet man für den Messvorgang an sich eine weitere Person um Hilfe. Denn es ist wichtig, dass Sie mit dem Fuß, bzw. mit dem Ballen, zu jeder Zeit der Messung auf einem ebenen Untergrund stehen und das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilen können.

Es wird empfohlen, beide Füße auf diese Art und Weise zu messen und anschließend den größeren Umfang für die richtige Weite zu wählen. Dieser findet sich meistens auf der Seite, mit der Sie auch schreiben. Dadurch, dass die Füße Ihr Volumen durch Bewegung im Laufe des Tages verändern, sollten Sie die Messung möglichst gegen Nachmittag oder Abend vornehmen.

Hier ist die maximale Breite erreicht, wobei sie morgens kleiner wäre. Um auf Nummer sicher zu gehen bietet es sich auch an, bei einem Schuhgeschäft oder Laden für orthopädische Schuhe diese Messung vornehmen zu lassen.

Unterschiedliche Typen von Schuhweiten für Kinder & Erwachsene

Haben Sie ihre Schuhweite schließlich ordnungsgemäß ermittelt, geht es darum, sich selbst in die richtige Weitenkategorie einzusortieren. Das funktioniert, indem Sie den Wert in Relation zu Ihrer Schuhgröße setzen. Anhand einer Größentabelle ist das ganz einfach herauszufinden.
Generell unterscheidet man bei ausgewachsenen Füßen zwischen den Varianten E, F, G, H, J, oder K. Für medizinisch bedingt sehr weite Füße existieren die Zusatzgrößen L und M, die vor allem bei Hallux Valgus Schuhen relevant werden können. Die gängigen Formen sind E, F und G, jedoch bieten Avena Schuhe z.B. auch einige interessante Alternativen.

    • E entspricht sehr schmalen Füßen. Achten Sie darauf, nicht zu Weite Schuhe zu kaufen.
    • F entspricht einer normalen Fußweite. Damit sollten Sie in die gängigen Größen gut hineinpassen.
    • G entspricht einer komfortablen Größe für normale Füße. Auch mit dieser Schuhweite passen Sie in alle Schuhe gut hinein.
    • H entspricht etwas breiteren Füßen. Selbst mit dieser als bequem geltenden Größe sollten Sie keine Probleme bei der Schuhsuche haben.
    • J entspricht Füßen mit Überweite. Hier sollten Sie darauf achten, dass der Schuh nicht zu schmal geschnitten ist.

Bei Kindern hingegen existiert das sogenannte WMS-System. Das Besondere dabei ist, dass die Schuhe die nach diesen Vorgaben hergestellt werden extra genormt sind und weitaus mehr Möglichkeiten bieten. Dadurch sind Sie auch besser an die speziellen Bedürfnisse von noch wachsenden Füßen angepasst. Das umfasst in erster Linie eine überdurchschnittliche Qualität bei Fertigung und der Strapazierfähigkeit. Hinzu kommt, dass es bei den Kinderschuhgrößen nach dem WMS-System möglich ist, bis zu einer halben Schuhgröße Reserve zu gewinnen. Das führt dazu, dass man nicht so häufig neue Schuhe kaufen muss. WMS steht dabei für die unterschiedlichen Weiten:

  • W entspricht “Weit” und steht für kräftige Füße
  • M entspricht “Mittel” und steht für normalgroße Füße
  • S entspricht “Schmal” und steht für schmale Füße
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