Nike Barfußschuhe im Test – Der ultimative Guide

Wer auf der Suche nach Barfußschuhen ist, wird auch schnell auf das bekannte Modell von Nike stoßen: den Nike Free. Viele Träger sind begeistert von dem Komfort und dem neuartigen Tragegefühl des Laufschuhes. Berichten zufolge punktet der Schuh durch seine Leichtigkeit, seine Flexibilität und stützt den Fuß dennoch zur Genüge. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob diese Nike Barfußschuhe wirklich gleichzusetzen sind mit gewöhnlichen Barfußschuhen.

Was definiert einen Barfußschuh?

Zunächst sollte man definieren, welche Aspekte einen Barfußschuh ausmachen. Hier sollte man dazu erwähnen, dass der Hersteller selbst nicht sagt, dass es sich bei dem Nike Free Modell um einen Barfußschuh handelt. Es wird betont, dass es ein Minimalschuh ist.

  • Dicke und Flexibilität der Sohle
  • Gewicht
  • Zehenfreiheit

Im Folgenden wird im Detail erläutert, was mit diesen Aspekten gemeint ist. Diese Kriterien greifen die wichtigsten Punkte was Barfußschuhe anbelangt auf. Es gibt selbstverständlich noch andere Kaufkriterien, wie Farbe oder Preise. Diese werden hierbei nicht aufgelistet.

Dicke und Flexibilität der Sohle

Die Sohle muss möglichst dünn und flexibel sein. Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Sohle den Fuß nicht zusätzlich stützt oder anderweitig dämpft. Diese Aspekte müssen vor dem Kauf bedacht werden, damit der Träger jegliche Bodenarten richtig spüren kann. Bei dem Barfußschuh geht es darum die eigene Fußmuskulatur so weit zu trainieren, dass sie keinerlei externe Stützung benötigt. Dies macht den Schuh anfangs ungewohnt und das Tragegefühl wird ein ganz anderes werden. Die Dicke von Barfußschuhen darf maximal 10 Millimeter betragen.

Gewicht

Leichte Nike Barfußschuhe

Das Tragen von Nike Barfußschuhen fühlt sich an, als würde man auf den Wolken laufen.

Es ist für einen Barfußschuh enorm wichtig, dass dieser leicht ist. So leicht, dass man ihn am besten nicht an den Füßen spürt. Nur so kann das Barfußgefühl wirklich garantiert werden und der Fuß wird nicht anderweitig belastet. Die meisten Barfußschuhe haben in etwa ein Gewicht von 200 Gramm. Dies soll ebenfalls dafür sorgen, dass die Fußmuskulatur möglichst trainiert wird durch äußere Belastung.

Zehenfreiheit

Dieser Aspekt zeigt, dass die Zehen so weit frei sein müssen, dass es sich anfühlt als hätte man keine Schuhe an. Dabei muss der Schuh so verarbeitet werden, dass genügend Spielraum gegeben ist. Die Zehen müssen sich frei bewegen, aber auch der Rest der Füße darf nicht eingeengt oder gedrückt werden. Einige Barfußschuhe zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Unterteilung in Fuß- und Zehteile haben.

Wie Sie lesen gibt es einige Aspekte, die ein Barfußschuh erfüllen muss. Im nächsten Abschnitt gibt es eine Bewertung, ob der Nike Free wirklich als Nike Barfußschuh bezeichnet werden kann.

Nike Barfußschuhe: Bewertung

Wie bereits erwähnt sind viele Träger des Nike Schuhs begeistert, da sie ein ganz neues Laufgefühl gekriegt haben und benennen es als barfußnah. Aber kann damit das Nike Free Modell als Barfußschuh durchgehen? Dies ist zunächst abhängig von dem Träger selbst. Wenn man vorher Träger von gewöhnlichen Turnschuhen oder sogar Damenpumps war, der wird bei den Nike Frees auf alle Fälle ein neues Trage-Erlebnis erhalten können. Wer allerdings bereits Erfahrung mit anderen Barfußschuhen hat, wird nicht zufrieden sein. Von den Aspekten, die ein Barfußschuh erfüllen müssen, kann die Nike Barfußschuhe nicht bei allen überzeugen.

Die maximale Dicke der Sohle von 10 Millimetern wird bei den Nike Frees nicht eingehalten. Im Vergleich zu konventionellen Barfußschuhen wirken die Nike Barfußschuhe geradezu klobig. Zu der Flexibilität der Sohle kann man sagen, dass die Nike Barfußschuhe um einiges mehr aushalten als gewöhnliche Sportschuhe. Verglichen mit anderen Barfußschuhen schneiden sie dennoch zu schlecht ab als dass man sie als Barfußschuhe bezeichnen könnte. Die sogenannte Nullstellung wird bei den Nike Frees ebenfalls nicht gegeben. Nullstellung bedeutet, dass der Schuhe keinen Absatz, Dämpfung oder Stützung hat, sodass der Fuß direkten Bodenkontakt hat. Dieser Schuhe hat eine vorgeformte Innensohle, die den Fuß stützen soll. Der Hersteller selbst postuliert, dass genügend Schutz auf asphaltierenden Strecken gegeben wird. Als Barfußschuh ist dieser somit nicht geeignet.

Bei dem gewünschten Gewicht von 200 Gramm kann können die Nike Barfußschuhe mithalten. Es gibt ältere und neuere Modelle der Nike Frees, die alle in einem Rahmen von 204 bis 240 Gramm variieren. Damit sind sie leicht genug, um möglichst unscheinbar im Tragegefühl zu sein. Im Vergleich zu anderen Barfußschuhen werden sie also beim Gewicht keinen großen Unterschied spüren können.

Die Zehenfreiheit wird bei den Nike Frees zum Teil möglich. Die Schuhe besitzen eine weitere Schnittform, sodass die Zehen nicht eingequetscht oder gedrückt werden. Damit heben sich die Schuhe deutlich ab von konventionellen Sportschuhen, die teilweise einen Diskomfort auslösen können. Der Schuhe besitzt allerdings einige Aspekte, die trotzdem den Fuß quetschen könnten. Durch die innere Sohle und Dämpfung der Ferse, kann es zu Druckstellen kommen. Es wird empfohlen eine kleine Größe zu kaufen, da die Schuhe sehr weit sind. Die Nike Barfußschuhe können nicht die Freiheit und absolute Bewegung von den Zehen garantieren, wie es bei anderen Barfußschuhe-Modellen ist.

Fazit

Wenn man einen Barfußschuh kaufen möchte, aber dennoch nicht komplett auf Dämpfung und Stützung des Fußes verzichten will, dann ist man mit dem Nike Free sehr gut bedient. Insbesondere Menschen, die noch nie vorher Erfahrungen mit Barfußschuhen hatten, werden mit dem Nike Free ein sehr tolles Tragegefühl erleben können. Wer allerdings bereits Erfahrung hat, wird hiermit nicht glücklich. Das echte Barfußgefühl kann nur mit sehr dünner Sohle und viel Zehenfreiheit erreicht werden. Die Nike Frees können die Aspekte der Barfußschuhe nicht aufzeigen. Damit können die Nike Frees leider nicht als Nike Barfußschuhe durchgehen, obwohl sie qualitativ und in Sachen Komfort sehr gut bewertet werden.