Aberglaube vs. schöne Geschenkidee – Sollte man zu Weihnachten Schuhe verschenken?

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und wie jedes Jahr kommt die Frage auf: Was verschenke ich bloß? Socken jedenfalls nicht, so viel ist klar. Doch was ist mit Schuhen? Sollte man nicht zumindest Frauen damit eine Freude bereiten können? Den abergläubischen Frauen jedenfalls nicht. Warum eigentlich nicht? Die Antwort gibt es in nachfolgendem Ratgeber.

Wer seinem Partner Schuhe schenkt, muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass dieser damit davonläuft, die Beziehung also ein jähes Ende findet. Zumindest, wenn man einer abergläubischen Weisheit Glauben schenken mag. Auch im 21. Jahrhundert glauben viele Menschen, dass man nicht unter Leitern durchgehen sollte, keinen Spiegel zerbrechen darf und am besten keine Schuhe verschenkt.

Allerdings stammt dieser Aberglaube aus einer Zeit, in der es noch nicht darum ging, das neueste iPhone unter’m Weihnachtsbaum vorzufinden. Schuhe galten zu dieser Zeit noch als besonderes Handwerk, welches seinen Preis hatte, da an die Industrialisierung und die damit einhergehenden Massenproduktionen noch nicht zu denken war. Lange vor unserer Wegwerfgesellschaft war es also üblich, ein zusammengespartes Paar Schuhe nur zu besonderen Gelegenheiten wie dem Weihnachtsfest zu überreichen.

Ist die Beziehung im darauffolgenden Jahr dann zerbrochen, musste man sich den Grund dafür selbst zusammenreimen, wenn man sich kein Fehlverhalten zugestehen wollte. Schließlich kamen die Zockersucht, das permanente Abhängen in sozialen Netzwerken oder das Fremdflirten auf Lovoo, Badoo, Tinder & Co. noch nicht als Trennungsgrund in Frage. Also mussten es die Schuhe gewesen sein, mit denen der Partner einfach davonlief.

Den Geschmack treffen oder gänzlich versagen: Ein Gutschein schafft Abhilfe

Heute weiß man auch ohne schwarze Katzen, Freitag, den 13. oder juckenden Händen, dass 50 Prozent aller Ehen wieder geschieden werden. Und zwar ohne, dass jemals Schuhe verschenkt wurden. Wer verschenkt denn auch Schuhe? Im 21. Jahrhundert kaum denkbar. Schließlich haben wir inzwischen das Widerrufs- und Rückgaberecht.

>> Wenn die geschenkten Schuhe zu eng sind: Wie kann man Schuhe weiten? – 9 Tipps

Gesetz dem Fall, der Schuh passt dem Beschenkten, muss er ihm noch lange nicht gefallen. Dann geht der Schuh zurück und das Geschenk war völlig überflüssig. Das bedeutet jedoch nicht, dass man zu Weihnachten nicht darauf eingehen sollte, wenn sich jemand ein paar Schuhe wünscht. Zum Beispiel wenn der Teenager das neueste Modell “Nike Air Max” braucht, um in der Schule cool rüberzukommen und Eltern nicht wissen, ob damit Air Max, 90, 95, 97, 200, 270, 720, Plus oder Vapor Max gemeint ist.

Dann wird es eben ein Gutschein für eine der zahlreichen Handelsplattformen im Internet, welcher sich auch noch einfacher verpacken lässt, als der klobige Schuhkarton. Und auch wenn Teenies gerne mal damit drohen, dass sie lieber woanders wohnen würden, kann man wohl davon ausgehen, dass sie einen Grund weniger haben wegzulaufen, wenn das teure Paar Sportschuhe unter’m Weihnachtsbaum liegt. Deshalb sollte man den Unglücksbringer als das sehen, was er ist: Nur ein Aberglaube. Schuhe können durchaus verschenkt werden.

Wenn verschenkte Schuhe zur miesen Geschenkidee werden

Das klappt am besten mit dem Kauf im Internet, da viele Händler anbieten, die Schuhe bei Nichtgefallen kostenlos zurückzugeben. Wenn die Freundin oder Frau trotz 150 Paaren nicht genug Schuhe hat, darf man als Mann also ruhig mal etwas mutig sein und virtuell ein schönes Paar auswählen, welches dann zu Weihnachten verschenkt wird. Sollte die Schuhsammlerin absolut gar keinen Gefallen an diesem Paar finden, kann es einfach wieder zurückgeschickt werden, um den Hausfrieden aufrechtzuerhalten.

>> Wenn die geschenkten Schuhe zu groß sind: Schuhe zu groß – Was kann man dagegen tun?

Vorsicht ist allerdings bei der Deklaration zu genießen. Alle Schuhe, auf denen die Bezeichnungen “Christian Dior”, “Prada”, “Louis Vuitton”, Dolce & Gabbana” oder “Christian Louboutin” prangen, sind gern gesehen. Werden die High Heels allerdings mit Begriffen wie “GoGo”, “Table” oder “Pony” in der Produktbeschreibung deklariert, kann es tatsächlich passieren, dass sich die Partnerin nach einem heftigen Streit zum Fest der Liebe auf und davon macht.

Warum der Aberglaube zu Weihnachten unpassend ist

Übrigens: Aberglaube zu Weihnachten ist ohnehin paradox. Dem Aberglauben Glauben schenken ist ein Widerspruch in sich. Zwar muss man nicht unbedingt gläubig sein, um die Geburt Jesu Christi zu feiern, jedoch sollte man sich vor Augen führen, dass man vom 24. bis 26. Dezember ein christliches Fest feiert, welches damit einhergeht, dass im Grunde genommen an Jesus, Maria und Gott geglaubt wird. Wie die Bezeichnung bereits aussagt, handelt es sich beim Aberglauben allerdings um das Gegenteil.

Das bedeutet, dass nicht Gott für das persönliche Schicksal und wohlwollende Fügungen verantwortlich ist, sondern Pech und Unglück, welches man selbst hervorgerufen beziehungsweise verhindert hat, indem man eben keiner von links nach rechts laufenden schwarzen Katze begegnet ist, während man die Straße überquerte. Aberglaube und Glaube schließen sich somit gegenseitig aus. Und das bedeutet, dass man zu Weihnachten sehr wohl Schuhe verschenken darf. Denn das gläubige Fest lässt sich nicht durch Aberglaube beeinflussen. Man muss sich schon für eine Seite entscheiden. In jedem Fall gilt jedoch: Immer schön die Rechnung aufbewahren, damit ein unansehnliches Paar Schuhe einfach umgetauscht werden kann und der Partner oder die Partnerin bleibt, wo er / sie ist: Zuhause.

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